
Jede
Kommunikation unterliegt bestimmten, definierten Regeln. Denn -
wir können alle gemeinsam Singen - Reden aber alle gleichzeitig, ist
die Kommunikation nicht mehr möglich.
Erste Regel: Immer schön abwechselnd Reden und zuhören.
So weit, so gut. Aber - spricht der eine Suaheli und der andere
Schweizer Deutsch - klappt meist` auch nichts mehr.
Zweite Regel: Man einigt sich auf eine gemeinsame Sprache.
...
In einem Netzwerk ist es ähnlich. Um die Kommunikation zwischen
verschiedenen Netzen zu ermöglichen, benötigt man einen Standard.
Dieser Standard beschreibt die Protokolle für Sendeerlaubnis,
Übertragungsgeschwindigkeiten, Codes, usw.
Diese Standards wurden von der International Standards Organisation
in Form des OSI-Referenzmodells erschaffen. Dieses Referenzmodell,
das den Kommunikationsablauf in sieben aufeinander folgenden
Schichten einteilt - heißt ISO-OSI*-Referenzmodell.
Dieses Referenzmodell legt fest, dass eine Schicht immer nur mit der
nächst höheren, bzw. nächst niedrigeren Schicht kommunizieren darf.
Nimmt man die Funktionsweise des OSI-Referenzmodells "genauer unter
die Lupe", so erkennt man, dass jede Schicht des Quellrechners
(Sender) spezielle Steuerdaten (Header) der vorherigen Schicht
hinzufügt. Erst dadurch wird ermöglicht, dass eine Schicht des
Quellrechners mit der jeweiligen Partnerschicht des Zielrechners
kommunizieren kann. Die vom Zielrechner empfangenen Informationen
werden analysiert, die Header der Partnerschicht des Quellrechners
entfernt und der nun verbleibende Rest (die Information) wird an die
nächst höhere Schicht weitergegeben.
7. Schicht: Anwendungsschicht
Diese Schicht enthält Protokolle, die die einzelnen Anwendungen zur
Durchführung ihrer Dienste benötigen (z.B. HTTP, FTP, E-Mail, usw.).
6. Schicht: Darstellungsschicht
Die Darstellungsschicht wandelt die unterschiedlichen Codes (und
Zeichensätze) in ein einheitliches Format um. Desweiteren beinhaltet
Sie Funktionen zur Verschlüsselung und Komprimierung von Daten.
5. Schicht: Sitzungsschicht
Diese Schicht ist u.a. für Verbindungsauf- und Abbau (z.B. das
Login) verantwortlich.
4. Schicht: Transportschicht
Die Daten werden von dieser Schicht in einzelnen Pakete aufgeteilt,
nummeriert und geordnet. Werden fehlerhafte Pakete gesendet, werden
diese erneut angefordert.
3. Schicht: Netzwerkschicht
In dieser Schicht werden die Datenpakete adressiert und der
Verbindungsweg von Quell- zum Zielrechner gesucht (Routing),
beispielsweise mit dem "Routing Information Protocol" - hierbei wird
der schnellste Weg für ein Datenpaket gesucht.
2. Schicht: Sicherungsschicht
Die Sicherungsschicht ist für die Gruppierung der zu übertragenden
Daten in logische Einheiten verantwortlich.
1. Schicht: Bitübertragungsschicht
Hier werden die elektrischen, mechanischen und funktionalen
Parameter für die Übertragung festgelegt (Physikalische Schicht).
*OSI = Open Systems Interconnectivity
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