Tipps & Tricks zum arbeiten mit Windows® zum Arbeiten mit Windows Betriebssystemen
Jeder
Computer im Intra-/Internet hat seine eigene Adresse, eine so genannte IP-Adresse (Internet Protocol).
Das 32-Bit Format und Protokoll der IP-Adressen der Version 4 wurde in den 70er Jahren erdacht und
heißt: IPv4.
Zu dieser Zeit ging niemand davon aus, des es kaum 20 Jahre später ein Weltumfassendes Netz geben
würde - das Internet - in welchem es nötig wird, Millionen von IP-Addressen zu vergeben.
Das Problem:
Hat man nur 32 Bit für eine Adressierung zur Verfügung, ist die Anzahl der möglichen zu vergebenden
Adressen relativ schnell erschöpft. Dieses Problem trat Mitte der 90er Jahr massiv auf, als es zu
einem enormen Anstieg der privaten Internetbenutzer kam und somit auch jeder eine IP-Adresse benötigte.
Das Problem war vorher nicht zu erkennen, da die Verbindung ins Internet für die private Nutzung
nur mit Hilfe eines sehr langsamen Modems möglich war. Deswegen setzten sich bis Mitte der 90er
die Internetnutzer aus dem Kreis von Universitäten, Forschungseinrichtungen, den Militärs zusammen.
In den 90er Jahren wurden die Verbindungen schneller und auch preiswerter.
ISDN-, x-DSL, Breitbandkabel etc. - dadurch gewann das Internet auch für die Allgemeinheit an
Attraktivität.
Ende der 90er werden die netzwerkweiten Dienste von vielen Millionen Menschen benutzt und im
21. Jahrhundert wird das Internet nicht nur vom heimischen Rechner aus genutzt werden, sondern
auch mobil (Smartphones, PocketPC, etc.).
Da jeder dieser Systeme für die Erreichbarkeit eine IP-Adresse braucht , ist es leicht nach zuvollziehen, dass der unter IPv4 zur Verfügung stehende Adressraum (32 Bit) nicht ausreichen wird.
Mittlerweile ist es bereits Realität, dass unser Kühlschrank in der Lage ist, selbstständig beim
Supermarkt - über das WWW - die fehlenden Zutaten für ein geplantes Essen zu bestellen. Durch
all diese Nutzer entstand ein Engpass an IP-Adressen. Eine Lösung musste her.
Diese Lösung lautet: IPNG - IP oder schlicht IPv6.
Was ist nun das aufregend neue an IPv6?
Anstelle der bisher 32-Bit werden nun für die Adressierung 128 Bit verwendet.
Durch IPv6 ist es theoretisch möglich, pro Quadratmeter Erde mehr als
655.000.000.000.000.000.000.000 Adressen zu vergeben.
Wie sieh eine IPv6 Adresse aus?
Würde man die bisherige Darstellung der IP-Adressen beibehalten, käme es zwangsläufig zu
Handling-Problemen.
Wer könnte sich eine Adresse wie die fol
Man einigte sich nun darauf, die 128 Bit durch 16-Bit Integerzahlen darzustellen.
Die Darstellung jedes Integres erfolgt in durch Doppelpunkte voneinander getrennten Tupeln**.
Eine solche IPv6-Adresse könnte beispielsweise so aussehen:
3ffe:400:89AB:381C:7716:AA91:0000:0001
Eine verkürzte und somit lesbarere Darstellung der IP-Adresse verzichtet auf die in einer
Gruppe (Tupel) enthaltenen Nullen.
Außerdem ist es möglich, eine Gruppe von aufeinander
folgenden Nullen durch Doppelpunkte zu ersetzen - diese Vereinfachung darf jedoch -
um Mehrdeutigkeiten zu Vermeiden - in jeder Adresse nur einmal Anwendung finden.
Kann man in IPv6-Adressraum auch die alten IPv4-Adressen verwenden?
Auch dieser Sonderfall wurde berücksichtigt. Es ist vorgesehen, dass bestehende
IPv4 Adressen im IPv6 Adressraum beibehalten werden können. Für diesen Sonderfall
ist eine weitere Schreibweise möglich:
Alte IP: ::ffff:192.168.0.1 was ::ffff:c0a8:000c entsprechen würde.
Ein weiterer Vorteil von IPv6 ist die gegenüber IPv4 vereinfachte Headerstruktur.
Diese ermöglicht die schnellere Bearbeitung durch die Router.
** Tupel
Ein Tupel - ein Begriff der Mathematik.
Er bezeichnet eine geordnete Zusammenstellung von Objekten, bei der im Gegensatz zu Mengen eine Reihenfolge festgelegt ist. Tupel werden üblicherweise durch runde, zuweilen auch durch spitze Klammern angegeben: (a,b,c)
In unserem Fall durch : (Doppelpunkt)
Haben Sie Fragen, wollen Sie mit einem Repräsentanten von STEITZ® IT-Solutions sprechen, setzen Sie sich mit uns in Verbindung!